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Archiv für Oktober 2007

Ballettmusik für den Unterricht

Bei Ballettmusik denkt wohl jeder zuerst an Tschaikowskys ‚Nussknacker‘, ‚Schwanensee‘ und ‚Dornröschen‘, Delibes ‚Coppelia‘ oder Adams ‚Giselle‘ oder an Ballette von Komponisten des 19. Jahrhunderts wie Strawinsky, Prokofiew, Ravel und Katschaturian – alles wunderbare Musik, geschaffen für große Bühnenwerke.

Für die Balletteinstudierung haben die Ballettmeister ihre Korrepetitoren, die die Orchestermusik aufs Klavier übertragen und damit die Proben im Ballettsaal begleiten. Auch für das vorausgehende Training spielen die Pianisten bekannte Melodien und Variationen, manchmal auch Eigenkompositionen, in Tempo und Rhythmus genau auf die entsprechende Ballettübung abgestimmt. Deshalb steht in den Ballettsälen eines jeden Theaters ein Klavier.
Private Ballettschulen können sich oft neben zusätzlichen Lehrkräften nicht auch noch einen Pianisten leisten. Die ältere Generation erinnert sich bestimmt noch an die großen Tonbandgeräte mit monströsen Spulen, die oft mit schleifendem Geräusch die Musik untermalten. Auch bei den späteren Kassettenrecordern waren „Eiern“ und „Bandsalat“ der Horror eines jeden Ballettlehrers. Alternativ gab es für die Ballettstunde in Deutschland Übungsmusik auf Schallplatten, aber nicht mehr als eine Hand Finger hat. Die Entwicklung der CD erweist sich für die Arbeit im Ballettsaal als Glücksfall. Die Vorteile kennt jeder, der täglich einen CD-Player bedient oder sich sein individuelles Programm aus verschiedenen CDs zusammenstellt. Sowohl der technische Fortschritt als auch die offenen Grenzen in Europa und weltweite wirtschaftliche Verbindungen haben eine enorme Vielfalt an Musik für den Ballettunterricht hervorgebracht. Neue Hardware wie Laptop, Tablet-PC oder IPad erleichtern das Abspielen von Ballettmusik im Untericht noch weiter.

Die größte Auswahl findet man für Ballettklassen in der Kategorie „Beginners – Intermediate – Advanced“, also Anfänger – Mittelstufe – Fortgeschrittene. Für die Kleinsten empfiehlt sich „Pre-Ballett“ (eine Vorstufe für Ballettübungen) oder „Kindertanz“ z.B. musikalische Untermalung für Tierdarstellung, Eindrücke aus der Natur oder Märchen).

Zur Ergänzung der klassischen Ballettschule (z.B. nach A. Waganowa) gehören die „Charaktertänze“, also unterschiedliche Volkstanzarten wie Russisch, Ungarisch, Spanische Tänze und die italienische Tarantella. An dieser Musik haben auch Kinder Freude, weil sie in 2er, 3er, 4er-Gruppen bzw. im Kreis das gemeinsame Tanzen zum Erlebnis machen.

Wer „Modern Dance“ (oft im Zusammenhang mit „Improvisation“) unterrichtet, sollte auch da das spezielle Angebot nutzen, um Techniken wie Graham, Limón oder Cunningham zu vermitteln. Laien muss man oft erklären, dass „Modern Dance“ nichts zu tun hat mit modernen Bewegungsformen wie Disco- /Break- /Streetdance oder HipHop.

Der „Jazztanz“ wurde erst ab etwa 1930 zu einer eigenständigen westlichen Tanzkultur und erlaubt durch einen Mix aus amerikanischen und europäischen Bewegungsformen jede Art von rhythmischer Musik aus älteren Hits oder den aktuellen Charts.

Für Stepptanz– (Tapdance) Anfänger gibt es relativ wenig Übungsmusik. Fortgeschrittene werden leichter fündig in Ragtime- oder Swing-CDs.

Eine Riesenauswahl an Ballettmusik für den Unterricht finden Sie unter www.ballettstunde.de