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Kategorie ‘Über Trainingsmusik’

Spanische Tänze – Charaktertanz / Folklore

Spanische Tänze gibt es in 4 verschiedenen Stilrichtungen:
regional unterschiedliche Volkstänze
Flamenco
La Danza Estilizada sowie
die ‚Bolero Schule’ (Escuela Bolera)

Volkstänze werden in jeder Region Spaniens auf ihre besondere Art und Weise getanzt und jede Region besitzt ihre charakteristischen Tänze mit ihrem besonderen Stil.

Der Flamenco präsentiert sich geheimnisvoll, von starker Ausdruckskraft und durch tiefe Gefühle geprägt. Charakteristisch für diesen Tanz der Gesang und das rhythmische Klatschen sowie die Fußtechnik (Zapateado), die Hand- bewegungen (Muñequeo), die Ausdrucksstärke und das Temperament. Innerhalb des musikalischen Flamenco-Spektrums gibt es verschiedene Tanzstücke (Palos), welche sich durch Takt (Art und Betonung), Geschwindigkeit des Rhythmus, Herkunft, Text oder Melodie unterscheiden. Der Flamenco wird heute auch von anderen Tanzstilen wie Ballett oder Modern beeinflusst. Zur perfekten Fußtechnik kommt daher eine perfekte Körpertechnik hinzu.

La Danza Estilizada

Danza Estilizada entstand anfangs des 20. Jahrhunderts und ist von allen Stilen des spanischen Tanzes der erste, der den Weg auf die grossen Bühnen der Welt schaffte und das anspruchvolle Publikum eroberte. Danza Estilizada ist die freie Zusammensetzung von Schritten und Choreografien, welche auf Volkstänzen, Flamenco und der ‚Bolero Schule’ basieren.

Aus den spanischen Volkstänzen entstanden und vom klassischen Ballett beeinflusst wird die ‚Bolero Schule als das „wahre“ spanische klassische Ballett betrachtet. Sie ist eines der kostbarsten Kulturgüter, über die Spanien im Bereich des Tanzes verfügt. Aus den Hoftänzen entstanden entwickelte sich das klassische Ballett in Spanien heute zu einer angesehenen Kunst. Heute bekommt es zusätzlich eine andere Bedeutung: Das klassische Ballett als Grundlage für die meisten zeitgenössischen Tanzstile wie z.B. Jazzdance, Modern oder sogar Flamenco. Kein anderer Tanzstil schult, fördert und verbessert die Merkmale, die fürs Tanzen von grösster Wichtigkeit sind: die Körperhaltung, gut koordinierte Bewegungsabläufe, die Beweglichkeit des Körpers sowie die Musikalität und das Rhythmusgefühl. Obwohl das klassische Ballett in der heutigen Zeit weniger auf den spanischen Bühnen aufgeführt wird, so ist der Wunsch, die Technik dieses Tanzstiles zu beherrschen, grösser den je.

Der Spanische Charaktertanz im klassischen Ballett
Weithin bekannt sind z.B. die spanischen Tänze Seguidilla, Sevillana, Alegría, Bulería, Zapateado, Fandango, Pasodoble, Bolero.

Trainings-CDs ohne Gesang für den Ballettunterricht im Bereich ‚Spanischer Charaktertanz’ sind äußerst rar. Eine solche besondere CD entstand im Herbst 2008:
In Zusammenarbeit mit der Tänzerin Rosa Ruiz Celaá hat der bekannte spanische Komponist und Ballett-Pianist Josu Gallastegui die CD „Musica para clases de Español“ mit 26 Titeln (Piano) aufgenommen.

Die CD bietet einen wunderbaren Querschnitt der spanischen Tänze für ein ausgesuchtes Training. Diese CD ist ein „Muss“ für jeden Ballettlehrer, der Charaktertanz unterrichtet!

Ballettmusik für den Unterricht

Bei Ballettmusik denkt wohl jeder zuerst an Tschaikowskys ‚Nussknacker‘, ‚Schwanensee‘ und ‚Dornröschen‘, Delibes ‚Coppelia‘ oder Adams ‚Giselle‘ oder an Ballette von Komponisten des 19. Jahrhunderts wie Strawinsky, Prokofiew, Ravel und Katschaturian – alles wunderbare Musik, geschaffen für große Bühnenwerke.

Für die Balletteinstudierung haben die Ballettmeister ihre Korrepetitoren, die die Orchestermusik aufs Klavier übertragen und damit die Proben im Ballettsaal begleiten. Auch für das vorausgehende Training spielen die Pianisten bekannte Melodien und Variationen, manchmal auch Eigenkompositionen, in Tempo und Rhythmus genau auf die entsprechende Ballettübung abgestimmt. Deshalb steht in den Ballettsälen eines jeden Theaters ein Klavier.
Private Ballettschulen können sich oft neben zusätzlichen Lehrkräften nicht auch noch einen Pianisten leisten. Die ältere Generation erinnert sich bestimmt noch an die großen Tonbandgeräte mit monströsen Spulen, die oft mit schleifendem Geräusch die Musik untermalten. Auch bei den späteren Kassettenrecordern waren „Eiern“ und „Bandsalat“ der Horror eines jeden Ballettlehrers. Alternativ gab es für die Ballettstunde in Deutschland Übungsmusik auf Schallplatten, aber nicht mehr als eine Hand Finger hat. Die Entwicklung der CD erweist sich für die Arbeit im Ballettsaal als Glücksfall. Die Vorteile kennt jeder, der täglich einen CD-Player bedient oder sich sein individuelles Programm aus verschiedenen CDs zusammenstellt. Sowohl der technische Fortschritt als auch die offenen Grenzen in Europa und weltweite wirtschaftliche Verbindungen haben eine enorme Vielfalt an Musik für den Ballettunterricht hervorgebracht. Neue Hardware wie Laptop, Tablet-PC oder IPad erleichtern das Abspielen von Ballettmusik im Untericht noch weiter.

Die größte Auswahl findet man für Ballettklassen in der Kategorie „Beginners – Intermediate – Advanced“, also Anfänger – Mittelstufe – Fortgeschrittene. Für die Kleinsten empfiehlt sich „Pre-Ballett“ (eine Vorstufe für Ballettübungen) oder „Kindertanz“ z.B. musikalische Untermalung für Tierdarstellung, Eindrücke aus der Natur oder Märchen).

Zur Ergänzung der klassischen Ballettschule (z.B. nach A. Waganowa) gehören die „Charaktertänze“, also unterschiedliche Volkstanzarten wie Russisch, Ungarisch, Spanische Tänze und die italienische Tarantella. An dieser Musik haben auch Kinder Freude, weil sie in 2er, 3er, 4er-Gruppen bzw. im Kreis das gemeinsame Tanzen zum Erlebnis machen.

Wer „Modern Dance“ (oft im Zusammenhang mit „Improvisation“) unterrichtet, sollte auch da das spezielle Angebot nutzen, um Techniken wie Graham, Limón oder Cunningham zu vermitteln. Laien muss man oft erklären, dass „Modern Dance“ nichts zu tun hat mit modernen Bewegungsformen wie Disco- /Break- /Streetdance oder HipHop.

Der „Jazztanz“ wurde erst ab etwa 1930 zu einer eigenständigen westlichen Tanzkultur und erlaubt durch einen Mix aus amerikanischen und europäischen Bewegungsformen jede Art von rhythmischer Musik aus älteren Hits oder den aktuellen Charts.

Für Stepptanz– (Tapdance) Anfänger gibt es relativ wenig Übungsmusik. Fortgeschrittene werden leichter fündig in Ragtime- oder Swing-CDs.

Eine Riesenauswahl an Ballettmusik für den Unterricht finden Sie unter www.ballettstunde.de